Die beiden Naturschutz-Vereine in Heckendalheim

Heckendalheim ist mit zwei Vereinen im Naturschutz aktiv. Einmal die "Natur- und Vogelfreude Heckendalheim e.V." und zum anderen die "NABU-Ortsgruppe Heckendalheim e.V".

Viele Personen sind in beiden Vereinen aktiv, und die beiden Vereine veranstalten auch das meiste gemeinsam. Daher sind auch diese Web-Seiten mehrheitlich für beide Vereine gleich; aber dennoch gibt es Unterschiede. Vorstand, Satzung und Formalien sind verschieden. Hier besteht die Möglichkeit, zu der jeweiligen Unterseite zu wechseln.

Glühweinwanderung

Die Heckenspechte und die NABU-Ortsgruppe Heckendalheim laden am Freitag,  9. 12.2022 zur traditionellen Glühweinwanderung ein. Treffpunkt ist um…

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60 + x Jahre Natur- und Vogelfreunde Heckendalheim

Vom 9. - 10. September 2023 wollen wir - nach den coronabedingten Verzögerungen – endlich das 60 + x Jahre Bestehen der Natur- und Vogelfreunde…

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Unterschlupf für Winterschläfer

Naturnahe Gärten sind der beste Igelschutz

Wer Igel fit für den Winter machen will, sollte seinen Garten fit für Igel machen, denn Gärten sind für die stacheligen Tiere wichtige Lebensräume. Das ideale Winterquartier besteht aus einem Haufen aus totem Holz, Reisig und Laub.

Schon ab Mitte Oktober wird das Nahrungsangebot für Igel deutlich knapper, die Alttiere beginnen ihr Winternest zu bauen und Jungigel versuchen noch weiter an Gewicht zuzulegen. Das ideale Winterquartier besteht aus einem Haufen aus totem Holz, Reisig und Laub. Ihre Winterquartiere suchen die Igel bei anhaltenden Bodentemperaturen um null Grad auf. Schutz gegen Kälte finden sie in Erdmulden, unter Hecken oder eben in Reisighaufen. Neben natürlichen Unterschlupfmöglichkeiten kann man zusätzlich ein Igelhäuschen aufstellen.

Ab Ende November schlummern die meisten Igel. Von kurzen Unterbrechungen abgesehen verschlafen sie die kalte Jahreszeit bis in den März oder April. Bei Schlechtwetterperioden nutzen die eifrigen Insekten- und Schneckenvertilger diese Winterquartiere teils noch bis in den Mai hinein. Da die schlafenden Tiere bei Störungen nicht reagieren, also nicht fliehen können, heißt das für den Garten: Einmal geschaffene Unterschlupfe während des Winterhalbjahres bitte nicht mehr umsetzen.

Weitere Informationen beim NABU Bundesverband.

Klimawandel und Sanierungen machen Fledermäusen im Saarland zu schaffen

An Nahrung mangelte es den Fledermäusen im Saarland nicht in diesem trockenen Jahr. Doch ihr Lebensraum ist zunehmend bedroht. Vor allem durch Klimawandel und Sanierungen.

Einen ausführlichen Artikel finden Sie unter "Presse".

Der Vogel des Jahres 2023 ist gewählt

Zum dritten Mal in Folge hat die breite Öffentlichkeit den Vogel des Jahres 2023 gewählt.
Das Braunkehlchen (Saxicola rubetra) hat mit deutlichem Abstand zu seinen vier Mitstreitern den Sieg eingeflogen mit 43,5 Prozent. Mit dem Wahlslogan „Wiesen wieder wilder machen“ machte der Wiesenbrüter bei der Vogelwahl auf den Rückgang von Wiesen und Brachen sowie die intensivierte Landwirtschaft aufmerksam.

Auf Platz zwei folgt hinter dem Braunkehlchen der Feldsperling (18 %), den dritten und vierten Rang belegen der Neuntöter (16,4 %) und der Trauerschnäpper (15,6 %). Das Teichhuhn (6,5 %) folgt etwas abgeschlagen auf dem letzten Rang. Insgesamt wurden fast 135.000 Stimmen für die Kandidaten abgegeben – das Braunkehlchen erhielt davon allein 58.609 Stimmen.

Neues Rekordjahr für den Weißstorch im Saarland

Lebach – Mit 26 Brutpaaren, die 51 Jungvögel erfolgreich zum Ausfliegen brachten, erreichte der Weißstorchbestand 2022 einen neuen Rekord im Saarland. Seit der ersten Ansiedlung in Homburg-Beeden im Jahr 1999 ist der Brutbestand stetig angewachsen. Besiedelt sind bis auf den Regionalverband alle Landkreise des Saarlandes.  

Schwerpunkt der Verbreitung ist der Saarpfalz-Kreis mit 15 Brutpaaren und 32 ausgeflogenen Jungvögeln, gefolgt vom Landkreis St. Wendel, wo sieben Brutpaare zehn Jungvögel erfolgreich aufzogen. In den Kreisen Merzig-Wadern und Neunkirchen brachten jeweils zwei Paare zwei Jungvögel zum Flüggewerden. Sehr erfreulich sind die erstmalige Ansiedlung im saarländischen Moseltal, die Weißstorch-Nistkolonie an der Schwarzbachmündung mit fünf Brutpaaren auf Naturnestern in Schwarzpappeln sowie die Neugründung von Brutstandorten in Freisen-Asweiler, Freisen-Oberkirchen und Perl-Nennig.  

Die sommerliche Trockenheit hatte glücklicherweise wenig Einfluss auf den Bruterfolg, da zu Beginn der Jungenaufzucht noch jede Menge Nahrung zur Verfügung stand. Erst zum Ende des Storchenjahres herrschte Futterknappheit, so dass die meisten Tiere sich frühzeitig ins Winterquartier nach Südfrankreich und Spanien aufmachten. Die verkürzten Zugwege infolge der Klimaerwärmung und der Schutz ihrer Brutstandorte durch Naturschützende sind die wesentlichen Ursachen dieser überaus positiven Entwicklung.

Für Rückfragen:

Christoph Braunberger, NABU-Storchen-AG, mobil 0175 8581208
E-Mail: christoph.braunberger@NABU-saar.de

Vogel des Jahres 2022

Die Wahl zum Vogel des Jahres 2022 ist entschieden:
Der Sieger der zweiten öffentlichen Wahl zum Vogel des Jahres vom NABU und seinem bayerischen Partner LBV (Landesbund für Vogelschutz) steht fest: Der Wiedehopf (Upupa epops) hat mit 45.523 und 31,9 Prozent die meisten Stimmen erhalten. Damit ist er nach dem Rotkehlchen der zweite Jahresvogel, der von allen Menschen in Deutschland gewählt werden konnte.

Auf Platz zwei landete die Mehlschwalbe mit 34.773 Stimmen (24,4 Prozent), gefolgt vom Bluthänfling mit 28.442 Stimmen (19,9 Prozent), dem Feldsperling mit 23.259 Stimmen (16,3 Prozent) und dem Steinschmätzer (10.801 Stimmen, 7,6 Prozent).

Die wenigsten, die den Wiedehopf zum Jahresvogel gewählt haben, dürften ihn selbst einmal in der Natur gesehen haben. Denn er kommt nur in einigen Regionen Deutschlands vor, wie zum Beispiel am Kaiserstuhl in Baden-Württemberg, in Rheinhessen oder in den Bergbaufolgelandschaften der Lausitz in Brandenburg und Sachsen. Dort ist das Klima für den wärmeliebenden Vogel geeignet. Der Wiedehopf lebt von größeren Insekten und ihren Larven. Er frisst gerne Käfer, Grillen, Heuschrecken und Schmetterlingsraupen. Es darf auch mal eine Spinne oder sogar eine kleine Eidechse sein. Als Zugvogel verbringt er den Winter in Afrika. Der wissenschaftliche Gattungsname „Upupa“ ist eine Nachahmung des Klangs seines dreisilbigen „upupup“-Balzrufes.

Die Population des Wiedehopfes gilt in Deutschland als gefährdet, da es aufgrund fehlender Lebensräume nur noch wenige Brutpaare gibt – zur Zeit sind es etwa 800 bis 900 Exemplare. Doch das Verbreitungsgebiet dieses wärmeliebenden Vogels wächst, was ein klares Anzeichen des Klimawandels ist.

Morgens ein Konzert erleben

Stellen Sie Ihren Wecker nach den Piepmätzen!

Besonders in Frühjahr und Sommer können Frühaufsteher*innen am Morgen ein wahres Vogelstimmenkonzert erleben. Doch nicht jeder Vogel stimmt zur gleichen Zeit ein. An der Vogeluhr können Sie ablesen, wie viele Minuten vor Sonnenaufgang die Vögel mit ihrem Gesang beginnen.

Der Sonnenaufgang ist dabei der Referenzzeitpunkt. Fast alle Vogelarten beginnen bereits vor Sonnenaufgang zu singen, die ersten bereits, wenn es noch fast vollständig dunkel ist. Mit fortschreitendem Frühjahr verlagert sich daher der morgendliche Gesangsbeginn in immer frühere Morgenstunden. Gleichzeitig sind die Vögel im Osten wegen des früheren Sonnenaufgangs immer früher dran als Artgenossen weiter im Westen.

Steirischer Fanghaft (Mantispa styriaca) nach 42 Jahren wiederentdeckt

Bericht von Jürgen Wiesmeier, Vorsitzender der Natur- und Vogelfreunde Heckendalheim e.V. und der NABU OG Heckendalheim e.V.:

Dieser Augenblick - Fund, Zeit für ein Foto und auch noch einfangen - ist für mich ein Wunder. Nichts ahnend verweilte ich zu Hause im Garten, als ich aus einer Entfernung von etwa 2 m ein Insekt an der Hauswand sah, das sich dort aufrecht festhielt.
Sensibilisiert war ich bereits durch eine Beobachtung eine Woche zuvor, als ich eine „rote Ödlandschrecke“ in der Hand hielt und wieder fliegen ließ. Ich hatte zu dem Zeitpunkt keine Kamera griffbereit, also war kein Nachweis möglich. Dieter Dorda hat mich einen Tag später besucht, und wir haben uns dann gemeinsam auf die Suche gemacht, leider ohne Erfolg. Aber wir konnten zumindest einige blauflügelige Ödlandschrecken beobachten.
Das Vorhandensein des Steirischen Fanghaft dagegen konnte ich leicht nachweisen - siehe Foto. Durch eine Rücksprache mit Dieter Dorda und Andreas Werno, Delattinia e.V. - Naturforschende Gesellschaft des Saarlandes, wurde dann dieser sensationelle Fund in Kürze bestätigt.

Unvergessene Augenblicke im Leben!
Text und Foto: Jürgen Wiesmeier

 

Kommentar von Andreas Werno (Leiter des Arbeitskreises Nachtfalter, Delattinia e.V.):
Erster Nachweis vom Steirischen Fanghaft - Mantispa styriaca (PODA, 1761) im Saarland

Der „Steirische Fanghaft“ (Mantispa styriaca) ist zusammen mit dem nah verwandten „Verwechselten Fanghaft“ (Mantispa aphavexelte) einer der beiden in Mitteleuropa vorkommenden Arten. Nachdem der „Verwechselte Fanghaft“ jetzt schon mehrfach im Saarland nachgewiesen wurde, z. B. in Saarfels (2005), Nunkirchen und Reichenbrunn (2019), konnte jetzt durch Jürgen Wiesmeier an einer Hauswand der „Steirische Fanghaft“ fotografiert und belegt werden. Das ist eine kleine Sensation, denn es handelt sich nach 42 Jahren (letzter Nachweis 1978 in Nordthüringen (Utleb, 1991)) um einen bestätigenden rezenten und überprüfbaren Nachweis dieser Art in Deutschland. Damit sind im Saarland alle nördlich der Alpen bekannten Arten der Fanghafte aktuell nachgewiesen. Im Bundesland Rheinland-Pfalz gibt es mittlerweile auch einen publizierten Nachweis vom „Verwechselten Fanghaft“ vom Bausenberg bei Niederzissen.

Auffangstationen im Saarland

NiS - Naturschutz im Saarland

Nisthilfen für Vögel

Schon jetzt an Nisthilfen für Vögel denken!