Die beiden Naturschutz-Vereine in Heckendalheim

Heckendalheim ist mit zwei Vereinen im Naturschutz aktiv. Einmal die "Natur- und Vogelfreude Heckendalheim e.V." und zum anderen die "NABU-Ortsgruppe Heckendalheim e.V".

Viele Personen sind in beiden Vereinen aktiv, und die beiden Vereine veranstalten auch das meiste gemeinsam. Daher sind auch diese Web-Seiten mehrheitlich für beide Vereine gleich; aber dennoch gibt es Unterschiede. Vorstand, Satzung und Formalien sind verschieden. Hier besteht die Möglichkeit, zu der jeweiligen Unterseite zu wechseln.

NABU App Vogelwelt

Für die Vogelbestimmung war lange Zeit ein gutes Bestimmungsbuch unverzichtbar. Das ist es im Prinzip immer noch, doch das "Buch" muss heute nicht…

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60 + x Jahre Natur- und Vogelfreunde Heckendalheim

Vom 9. - 10. September 2023 wollen wir - nach den coronabedingten Verzögerungen – endlich das 60 + x Jahre Bestehen der Natur- und Vogelfreunde…

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Stunde der Gartenvögel vom 13. bis 15. Mai 2023

Welche und wie viele Vögel flattern durch unsere Gärten und Parks und erfreuen uns morgens mit ihrem Gesang? Am Wochenende vom 13. bis 15. Mai ist es wieder soweit, dies herauszufinden: Alle Vogelfreundinnen und -freunde sind dann erneut dazu eingeladen, sich an der 18. „Stunde der Gartenvögel“ von NABU, NAJU und Landesbund für Vogelschutz (LBV) zu beteiligen, Vögel zu zählen und zu melden.

Ziel der Aktion ist es, Trends bei den Beständen über die Jahre zu verfolgen. Weil die „Stunde der Gartenvögel“ bereits seit 2006 stattfindet, können die Fachleute beim NABU auf einen umfangreichen Datenschatz zurückgreifen. Auch Menschen, die wenig über Vögel wissen, können bei der Aktion teilnehmen: „Die Zählhilfe und unsere kostenlose NABU-App ‚Vogelwelt‘ machen das Erkennen vieler häufiger Arten einfach“, so Freter. „Auch nur wenige Beobachtungen sollten gemeldet werden, denn diese sind ebenfalls sehr wichtige Daten für uns. Es geht bei der Aktion nicht darum, wer die meisten Vögel sieht, sondern um eine möglichst realistische Momentaufnahme.“

Die Aktion gibt auch Aufschluss über den Brutbestand, denn im Mittelpunkt stehen Arten, die bei uns brüten. Dazu gehören auch die Schwalben, die Ende März aus ihren Winterquartieren in Afrika zurückgekommen sind. „Leider hat ihr Bestand in den vergangenen Jahrzehnten stark abgenommen“, warnt Matthias Freter: „Bundesweit steht die Rauchschwalbe auf der Vorwarnliste und die Mehlschwalbe gilt als gefährdet.“ Niedersachsenweit gilt der Gefährdungsstatus der beiden Arten genau umgekehrt. Für Schwalben und viele andere Brutvögel ist es daher wichtig, Garten, Balkon oder Hinterhof als Mini-Naturschutzgebiet zu gestalten, Insekten zu fördern und Brutmöglichkeiten zu schaffen. Tipps dazu gibt der NABU unter www.NABU.de/vogelgarten.

Milde Winter - Auswirkungen auf Pflanzen, Tiere und Co.

In den letzten Jahren war der Winter in Deutschland eher mild, lange anhaltenden Frost und Schnee gab es kaum. Was geschieht mit Tieren und Pflanzen, wenn das Wetter im Winter außergewöhnlich mild ist?

Antworten hierzu finden Sie hier.

Stunde der Wintervögel

Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion

Vom 6. bis 8. Januar  2023 geht unsere bundesweite „Stunde der Wintervögel“ in die dreizehnte Runde: Der NABU und sein bayerischer Partner Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) rufen Naturfreunde/innen auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden. Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen.

Näheres beim NABU Bundesverband.

Ergebnisse:
Das wenig zu Vogelbeobachtungen einladende nasskühle Wetter hat sich in diesem Jahr deutlich auf die Teilnehmendenzahlen ausgewirkt. Trotzdem wurden in mehr als 62.000 (2022: 110.000) Gärten und Parks nahezu 2,1 (2022: 4,0) Millionen Vögel gezählt. Über 90.000 (2022:160.000) Vogelfreunde haben zu diesem Ergebnis beigetragen.
Bundesweit führt – wie im Vorjahr - der Haussperling die Rangliste an, gefolgt von Kohl- und Blaumeise, Amsel, Feldsperling, Elster und Buchfink.
Im Saarland erreicht die Kohlmeise den ersten Platz, vor dem Haussperling und der Blaumeise; es folgen Amsel, Star und Rabenkrähe.
Auch im Saarpfalz-Kreis tritt die Kohlmeise am häufigsten auf, knapp dahinter die Blaumeise; auf den folgenden Plätzen folgen der Haussperling, die Amsel, die Elster und die Ringeltaube.

Aufgrund der geringeren Zahl an Beobachtungen lassen sich in diesem Jahr leider keine aussagekräftigen Vorjahres-Vergleiche und verlässliche Prognosen erstellen.

Drohnen stören unsere Vögel

Lebach – Aus gegebenem Anlass weist der Naturschutzbund (NABU) darauf hin, dass Multikopterflüge (sog. Drohnen) in ausgewiesenen Naturschutzgebieten bzw. NATURA-2000-Landschaftsschutzgebieten grundsätzlich verboten sind. Insbesondere zur Fortpflanzungszeit reagieren gerade störungsempfindliche Vogelarten besonders sensibel auf derartige Beeinträchtigungen, die im ungünstigsten Fall zur Brutaufgabe führen können.

Konkreter Hintergrund sind die begleitenden Umstände bei einer großen Demonstrationsveranstaltung von Mitarbeitenden eines saarländischen Automobilwerkes im vergangenen Oktober am Cloef-Aussichtspunkt an der Saarschleife. Die Kundgebung wurde von einer beauftragten Firma unter Zuhilfenahme von Multikopter-Aufnahmen dokumentiert. Das Fluggerät bewegte sich dabei auch über dem angrenzenden Naturschutzgebiet und störte nachweislich die dort lebenden Wanderfalken, wie ein Mitarbeiter der AG Wanderfalken vor Ort feststellen musste.

Ähnliches gilt auch außerhalb von Schutzgebieten, wenn uneinsichtige Hobbyflieger spektakuläre Drohnenaufnahmen an Horstplätzen streng geschützer Großvogelarten, etwa von Greifvögeln oder Störchen, aufzeichnen wollen. Auch das ist ohne entsprechende artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung, deren Beantragung hinreichend begründet sein muss, unzulässig. Entsprechende Verstöße sind insbesondere bei Vorsatz sogar strafbewehrt.

Die betreffenden Schutzgebietsflächen, die einer Flugbeschränkung unterliegen, können über die Anwendung Schutzgebietskataster des Saarlandes, abrufbar über das Geoportal Saarland, https://geoportal.saarland.de, eingesehen werden.

Für Rückfragen:

Wendelin Schmitt, Geschäftsstellenleiter, mobil 0175 4141893, E-Mail: wendelin.schmitt@NABU-saar.de

Unterschlupf für Winterschläfer

Naturnahe Gärten sind der beste Igelschutz

Wer Igel fit für den Winter machen will, sollte seinen Garten fit für Igel machen, denn Gärten sind für die stacheligen Tiere wichtige Lebensräume. Das ideale Winterquartier besteht aus einem Haufen aus totem Holz, Reisig und Laub.

Schon ab Mitte Oktober wird das Nahrungsangebot für Igel deutlich knapper, die Alttiere beginnen ihr Winternest zu bauen und Jungigel versuchen noch weiter an Gewicht zuzulegen. Das ideale Winterquartier besteht aus einem Haufen aus totem Holz, Reisig und Laub. Ihre Winterquartiere suchen die Igel bei anhaltenden Bodentemperaturen um null Grad auf. Schutz gegen Kälte finden sie in Erdmulden, unter Hecken oder eben in Reisighaufen. Neben natürlichen Unterschlupfmöglichkeiten kann man zusätzlich ein Igelhäuschen aufstellen.

Ab Ende November schlummern die meisten Igel. Von kurzen Unterbrechungen abgesehen verschlafen sie die kalte Jahreszeit bis in den März oder April. Bei Schlechtwetterperioden nutzen die eifrigen Insekten- und Schneckenvertilger diese Winterquartiere teils noch bis in den Mai hinein. Da die schlafenden Tiere bei Störungen nicht reagieren, also nicht fliehen können, heißt das für den Garten: Einmal geschaffene Unterschlupfe während des Winterhalbjahres bitte nicht mehr umsetzen.

Weitere Informationen beim NABU Bundesverband.

Klimawandel und Sanierungen machen Fledermäusen im Saarland zu schaffen

An Nahrung mangelte es den Fledermäusen im Saarland nicht in diesem trockenen Jahr. Doch ihr Lebensraum ist zunehmend bedroht. Vor allem durch Klimawandel und Sanierungen.

Einen ausführlichen Artikel finden Sie unter "Presse".

Der Vogel des Jahres 2023 ist gewählt

Zum dritten Mal in Folge hat die breite Öffentlichkeit den Vogel des Jahres 2023 gewählt.
Das Braunkehlchen (Saxicola rubetra) hat mit deutlichem Abstand zu seinen vier Mitstreitern den Sieg eingeflogen mit 43,5 Prozent. Mit dem Wahlslogan „Wiesen wieder wilder machen“ machte der Wiesenbrüter bei der Vogelwahl auf den Rückgang von Wiesen und Brachen sowie die intensivierte Landwirtschaft aufmerksam.

Auf Platz zwei folgt hinter dem Braunkehlchen der Feldsperling (18 %), den dritten und vierten Rang belegen der Neuntöter (16,4 %) und der Trauerschnäpper (15,6 %). Das Teichhuhn (6,5 %) folgt etwas abgeschlagen auf dem letzten Rang. Insgesamt wurden fast 135.000 Stimmen für die Kandidaten abgegeben – das Braunkehlchen erhielt davon allein 58.609 Stimmen.

NABU Vogel-Porträts: Steckbriefe und Bilder von 314 Vogelarten in Deutschland

Wie viele Blaukehlchen brüten in Deutschland, wie balzen Kraniche und wie sehen eigentlich Kampfläufer aus? In unseren Vogelporträts haben wir viele Zahlen, Informationen und Bilder von unseren heimischen Vögeln zusammengestellt. Schauen Sie doch mal rein.

Neues Rekordjahr für den Weißstorch im Saarland

Lebach – Mit 26 Brutpaaren, die 51 Jungvögel erfolgreich zum Ausfliegen brachten, erreichte der Weißstorchbestand 2022 einen neuen Rekord im Saarland. Seit der ersten Ansiedlung in Homburg-Beeden im Jahr 1999 ist der Brutbestand stetig angewachsen. Besiedelt sind bis auf den Regionalverband alle Landkreise des Saarlandes.  

Schwerpunkt der Verbreitung ist der Saarpfalz-Kreis mit 15 Brutpaaren und 32 ausgeflogenen Jungvögeln, gefolgt vom Landkreis St. Wendel, wo sieben Brutpaare zehn Jungvögel erfolgreich aufzogen. In den Kreisen Merzig-Wadern und Neunkirchen brachten jeweils zwei Paare zwei Jungvögel zum Flüggewerden. Sehr erfreulich sind die erstmalige Ansiedlung im saarländischen Moseltal, die Weißstorch-Nistkolonie an der Schwarzbachmündung mit fünf Brutpaaren auf Naturnestern in Schwarzpappeln sowie die Neugründung von Brutstandorten in Freisen-Asweiler, Freisen-Oberkirchen und Perl-Nennig.  

Die sommerliche Trockenheit hatte glücklicherweise wenig Einfluss auf den Bruterfolg, da zu Beginn der Jungenaufzucht noch jede Menge Nahrung zur Verfügung stand. Erst zum Ende des Storchenjahres herrschte Futterknappheit, so dass die meisten Tiere sich frühzeitig ins Winterquartier nach Südfrankreich und Spanien aufmachten. Die verkürzten Zugwege infolge der Klimaerwärmung und der Schutz ihrer Brutstandorte durch Naturschützende sind die wesentlichen Ursachen dieser überaus positiven Entwicklung.

Für Rückfragen:

Christoph Braunberger, NABU-Storchen-AG, mobil 0175 8581208
E-Mail: christoph.braunberger@NABU-saar.de

Morgens ein Konzert erleben

Stellen Sie Ihren Wecker nach den Piepmätzen!

Besonders in Frühjahr und Sommer können Frühaufsteher*innen am Morgen ein wahres Vogelstimmenkonzert erleben. Doch nicht jeder Vogel stimmt zur gleichen Zeit ein. An der Vogeluhr können Sie ablesen, wie viele Minuten vor Sonnenaufgang die Vögel mit ihrem Gesang beginnen.

Der Sonnenaufgang ist dabei der Referenzzeitpunkt. Fast alle Vogelarten beginnen bereits vor Sonnenaufgang zu singen, die ersten bereits, wenn es noch fast vollständig dunkel ist. Mit fortschreitendem Frühjahr verlagert sich daher der morgendliche Gesangsbeginn in immer frühere Morgenstunden. Gleichzeitig sind die Vögel im Osten wegen des früheren Sonnenaufgangs immer früher dran als Artgenossen weiter im Westen.

Steirischer Fanghaft (Mantispa styriaca) nach 42 Jahren wiederentdeckt

Bericht von Jürgen Wiesmeier, Vorsitzender der Natur- und Vogelfreunde Heckendalheim e.V. und der NABU OG Heckendalheim e.V.:

Dieser Augenblick - Fund, Zeit für ein Foto und auch noch einfangen - ist für mich ein Wunder. Nichts ahnend verweilte ich zu Hause im Garten, als ich aus einer Entfernung von etwa 2 m ein Insekt an der Hauswand sah, das sich dort aufrecht festhielt.
Sensibilisiert war ich bereits durch eine Beobachtung eine Woche zuvor, als ich eine „rote Ödlandschrecke“ in der Hand hielt und wieder fliegen ließ. Ich hatte zu dem Zeitpunkt keine Kamera griffbereit, also war kein Nachweis möglich. Dieter Dorda hat mich einen Tag später besucht, und wir haben uns dann gemeinsam auf die Suche gemacht, leider ohne Erfolg. Aber wir konnten zumindest einige blauflügelige Ödlandschrecken beobachten.
Das Vorhandensein des Steirischen Fanghaft dagegen konnte ich leicht nachweisen - siehe Foto. Durch eine Rücksprache mit Dieter Dorda und Andreas Werno, Delattinia e.V. - Naturforschende Gesellschaft des Saarlandes, wurde dann dieser sensationelle Fund in Kürze bestätigt.

Unvergessene Augenblicke im Leben!
Text und Foto: Jürgen Wiesmeier

 

Kommentar von Andreas Werno (Leiter des Arbeitskreises Nachtfalter, Delattinia e.V.):
Erster Nachweis vom Steirischen Fanghaft - Mantispa styriaca (PODA, 1761) im Saarland

Der „Steirische Fanghaft“ (Mantispa styriaca) ist zusammen mit dem nah verwandten „Verwechselten Fanghaft“ (Mantispa aphavexelte) einer der beiden in Mitteleuropa vorkommenden Arten. Nachdem der „Verwechselte Fanghaft“ jetzt schon mehrfach im Saarland nachgewiesen wurde, z. B. in Saarfels (2005), Nunkirchen und Reichenbrunn (2019), konnte jetzt durch Jürgen Wiesmeier an einer Hauswand der „Steirische Fanghaft“ fotografiert und belegt werden. Das ist eine kleine Sensation, denn es handelt sich nach 42 Jahren (letzter Nachweis 1978 in Nordthüringen (Utleb, 1991)) um einen bestätigenden rezenten und überprüfbaren Nachweis dieser Art in Deutschland. Damit sind im Saarland alle nördlich der Alpen bekannten Arten der Fanghafte aktuell nachgewiesen. Im Bundesland Rheinland-Pfalz gibt es mittlerweile auch einen publizierten Nachweis vom „Verwechselten Fanghaft“ vom Bausenberg bei Niederzissen.

Auffangstationen im Saarland

NiS - Naturschutz im Saarland

Nisthilfen für Vögel

Schon jetzt an Nisthilfen für Vögel denken!